
Im Schwimmbad bei einem Selfie kurz nicht aufgepasst und schon flutscht dein Handy in den Pool. Vielleicht warst du aber auch im Badezimmer unaufmerksam und dein Handy ist ins Klo gefallen? Auf welche Weise auch immer dein Handy ins Wasser gefallen ist – Fakt ist: Die Flüssigkeiten schaden der empfindlichen Elektronik im Inneren und führen zu erheblichen Schäden. Du musst aber nicht gleich in Panik verfallen. Wenn du richtig reagierst, kannst du dein iPhone retten. In diesem Artikel erklären wir dir, wie du vorgehen kannst, wenn dein Handy ins Wasser gefallen ist.

Ist das Handy ins Wasser gefallen, gibt es einige Möglichkeiten, das Smartphone zu retten bzw. etwaige Schäden so gering wie möglich zu halten. Folgende Tipps können dein Handy retten:
Geheimwaffe Reiskörner! Du möchtest das Wasser aus dem Handy bekommen? Dann empfehlen wir dir, das Handy in Reis zu legen. Verwende dazu einen verschließbaren Zip-Beutel oder einen alternativen Behälter und fülle diesen mit ungekochten Reis. Anschließend legst du dein nasses Handy in den Beutel bzw. Behälter und sorgst dafür, dass das Smartphone vollständig mit Reis bedeckt ist. Reis hat hygroskopische Eigenschaften. Das bedeutet: Ungekochte Reiskörner entziehen Flüssigkeit, sodass dein Handy einwandfrei trocknen kann.
Hierzu findest du die passende Anleitung:
Du hast gerade keinen Reis zu Hause? Alternativ kannst du auch auf Kieselgel (Silicagel) zurückgreifen. Kieselgel wird bei der Versendung von feuchtigkeitsempfindlichen Waren eingesetzt und ist demnach bei frisch gelieferten Taschen oder Kleidungsstücken zu finden. Das Aufbewahren der kleinen Säckchen beim nächsten Klamottenkauf kann sich demnach bezahlt machen.
Wenn das Handy einmal ins Wasser gefallen sein sollte, ist guter Rat teuer. Im Internet kursieren einige Ratschläge, von denen wir dir gezielt abraten möchten. Ehe es zu irreparablen Schäden kommt, solltest du auf folgende Maßnahmen bei einem Handy-Wasserschaden verzichten:
Sofern dein Handy in klares Wasser gefallen ist, gelingt die Reparatur in den meisten Fällen. Bei zuckerhaltigen Flüssigkeiten, wie Cola oder Limonade, gestaltet sich eine Reparatur in der Regel schwieriger. Gleiches gilt für Salzwasser, das Bauteile stärker angreift als Süßwasser oder Pfützen. Pfützen wiederum können durch Schmutzpartikel ebenfalls für irreparable Schäden sorgen.

Viele iPhone-Modelle verfügen über einen Basisschutz gegen eindringendes Wasser, sodass nicht jeder Wasserkontakt gleichbedeutend einen irreparablen Schaden darstellt. Das heißt: Zumindest bei mäßigem Wasserkontakt sollte das iPhone vor etwaigen Wasserschäden bewahrt bleiben. Wie sicher dein Handy vor Wasserschäden ist, erkennst du an der IP-Schutzklasse. Den besten Schutz bieten Handys mit der IP-Schutzklasse 68. Diese schützt sogar, wenn das iPhone dauerhaft in einer vollen Badewanne liegt. Die IP-Schutzklasse 67 schützt bei kurzfristigen Tauchgängen. Greifst du also unmittelbar, nachdem das Handy ins Wasser gefallen ist, nach dem Smartphone, sollte dem Gerät mit der IP-Schutzklasse 67 nichts passieren. Niedrigere IP-Schutzklassen schützen das Handy lediglich vor Strahlen, Spritzern oder Tropfen. Dein Smartphone hat eine hohe Schutzklasse, ist aber bereits einige Zeit in Gebrauch? Dann ist Vorsicht geraden. Der Wasserschutz nimmt mit zunehmen Alter des Gerätes ab. Demnach gilt grundsätzlich: Je neuer das Smartphone, desto besser ist es vor Wassereintritt geschützt!
Wenn der Wasserschaden für einen wirtschaftlichen Totalschaden gesorgt hat, besteht die Möglichkeit, die Daten auf dem Handy zu retten. In einem solchen Fall rücken Funktionalität und Wirtschaftlichkeit in den Hintergrund, sodass die Reparatur sich auf die Hauptplatine fokussiert, um möglichst alle Dateien wie z. B. Nachrichten, Kontakte und Bilder auszulesen. Selbst wenn das Wasser die Hauptplatine vollständig zerstört hat, gibt es eine Möglichkeit, die Daten zu retten. In diesem Fall kommt das ChipOff-Verfahren zum Einsatz, bei der ein interner Speicherchip von der Platine entfernt wird, um die Daten im Anschluss auf einem Chiplevel zu rekonstruieren. Bei dieser Herangehensweise bleibt von der Hardware nicht mehr viel übrig – die wieder verfügbaren Fotos, Videos und Kontakte können für manchen Smartphone-Besitzer allerdings viel wertvoller sein. Wer einen massiven Handy-Wasserschaden hat, muss sich in der Regel zwischen Hardware-Rettung (Funktionalität des iPhones) oder Datenrettung entscheiden.
Sofern dein Handy mit Wasser in Kontakt gekommen ist, gibt es einige Erste-Hilfe-Leistungen, die dein iPhone retten oder den Schaden zumindest minimieren. Gehe dazu wie folgt vor:
1. Handy schnellstmöglich aus dem Wasser nehmen und ggf. ausschalten.
2. Alle abnehmbaren Bauteile entfernen (hintere Abdeckung, SIM- und SD-Karte).
3. Tupfe alle einzelnen Teile vorsichtig mit einem Tuch ab.
4. Gib das iPhone in einen Beutel mit trockenen Reis oder Kieselgel.
5. Das iPhone 1-2 Tage trocknen lassen und Gerät einschalten.
6. Funktioniert das Smartphone nicht, solltest du dich an ein Fachunternehmen wenden.
Einige Maßnahmen, die in vielen Internetforen als ratsam angesehen werden, solltest du unter keinen Umständen durchführen:
1. Smartphone zum Trocknen in den Backofen oder Mikrowelle legen.
2. Föhn zum Trocknen benutzen.
3. iPhone ständig Ein- und Ausschalten oder aufladen.
4. Baue keine Einzelteile aus.
Sofern du diese Ratschläge beachtest, besteht eine realistische Chance dein iPhone nach einem Wasserschaden zu retten. Weil gerade neue Apple-Geräte eine hohe IP-Schutzklasse aufweisen, sind die Schäden oft nicht so schlimm, wie anfangs befürchtet. Wer einen schweren Wasserschaden vorliegen hat, kommt um die Beauftragung eines Fachunternehmens nicht herum. Häufig müssen sich iPhone-Besitzer dann entscheiden, ob das Gerät oder die Daten gerettet werden sollen.
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